Einst waren auf dem südamerikanischen Kontinent sehr mächtige Hochkulturen zu Hause, die schon lange erloschen sind. Übrig geblieben sind bedeutende Bauwerke, deren Erforschung bis heute anhält. Die indianisch-kulturelle Vergangenheit von Südamerika ist jedoch unverkennbar. Der Kontinent Südamerika wird gemeinhin als Lateinamerika bezeichnet. Mexiko und Mittelamerika zählen ebenso zu Lateinamerika. Die Fläche von Südamerika beträgt 17.843.000 km². Entlang der endlosen Küstenlinie des südamerikanischen Kontinents befinden sich zahlreiche große und kleine Inseln und Inselgruppen. Auf dem südamerikanischen Kontinent leben im Jahr 2023 etwa 446 Millionen Menschen. Der große Kontinent Südamerika glänzt mit einem Füllhorn an einzigartigen Sehenswürdigkeiten der Natur, der Flora und Fauna. Ebenso ist Südamerika reich an kulturellen Schätzen in Hinsicht auf Architektur, Künste, Handwerkskunst, überlieferte Traditionen und Bräuchen.
Im 15. und 16. Jahrhundert landeten die damals führenden Seemächte, Portugal und Spanien, in Südamerika an. Im Gepäck hatten die Seefahrer Krankheiten, bessere, tödlichere Waffen und den katholischen Glauben. Unzählige Menschen kamen während der Eroberung des Kontinents zu Tode. Wer nicht durch das Schwert fiel, wurde von Krankheiten dahingerafft. Heute sind etwa 96 % der südamerikanischen Bevölkerung katholischen Glaubens. Die einstigen Eroberer sind schon lange abgezogen. Geblieben ist neben dem Glauben die Sprache. In Brasilien wird Portugiesisch gesprochen. In allen anderen Ländern des Festlandes ist Spanisch die Amtssprache. Auf den Inseln Südamerikas sind die Sprachen unterschiedlich, je nachdem, welche Kolonialmacht dort einst das Sagen hatte.
Ein sehr beliebtes Reiseland in Südamerika ist Brasilien mit der Stadt Rio de Janeiro. Im Jahr 2014 fand in Brasilien die Fußball-Weltmeisterschaft, im Jahr 2016 die Olympiade statt. Brasilien besitzt große, jedoch durch permanente, großflächige Abholzung für Landwirtschaft oder Plantagenwirtschaft stark gefährdete Regenwald-Regionen. Wer Brasilien besucht, sollte Rio de Janeiro nicht verpassen. In der Stadt gibt es extreme Unterschiede zwischen Arm und Reich, je nach Stadtviertel und Bezirk. Der Copacabana-Strand sollte auf dem Plan stehen, ebenso der Besuch der beeindruckenden Christusstatue erhöht über der Stadt, welche mit einer Seilbahn zu erreichen ist. Abseits der Städte wird Brasilien dominiert vom Strom des Amazonas, dem Amazonas-Regenwald und der abwechslungsreichen Küstenlinie am Atlantik.
Eine weitere Attraktion der Natur in Südamerika, neben dem Amazonas-Regenwald, ist das Gebirge der Anden. Der Gebirgszug, mit teils sehr hohen und schroffen Bergen, verläuft nahezu komplett entlang der Westküste von Südamerika, mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt. Die Zahl an Sehenswürdigkeiten, der Kultur und Natur, ist in Südamerika unglaublich groß. Die kulturelle Vielfalt der Städte auf dem südamerikanischen Kontinent ist beeindruckend hoch und sehr interessant. Tradition und Bräuche aus vorkolonialen Zeiten haben sich dort durch den katholischen Einfluss der Spanier und Portugiesen zu einer einzigartigen Mischkultur entwickelt.
Eine sehr bekannte Sehenswürdigkeit ist die verlassene Inkastadt Machu Picchu im Hochland von Peru. Eine weitere, sehr bedeutsame Sehenswürdigkeit Südamerikas sind die Galapagos-Inseln, welche zu Ecuador zählen. Abgelegen vom Festland, konnte sich dort über Jahrtausende eine eigene Flora und Fauna evolutionär entwickeln, ohne äußere Einflüsse. Auf den Inseln von Galapagos ist die Evolution von Tieren und Pflanzen real zu erfahren. Die Besucherzahl, der Zugang zu den Inseln, ist jedoch begrenzt. Ein weiteres Highlight des Kontinents ist die Region Patagonien ganz im Süden des Kontinents, sowie die Salzwüste „Salar de Uyuni“ in Bolivien. In Venezuela gibt es den höchsten Wasserfall der Erde zu bestaunen, den Salto Ángel. Die Atacama-Wüste mit ihren Geoglyphen und die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien sind weitere Glanzlichter der Natur in Südamerika. Die beste Zeit für einen Urlaub in Südamerika ist von April bis November, in der Trockenzeit.